Kappsäge versenkbar in die Werkbank einbauen:

Die ultimative Kappsägen-Station

Kappsäge versenkbar in die Werkbank

Der Mechanismus zum Versenken dieser Säge erwies sich als komplexer im Vergleich zur integrierten Tischbohrmaschine. Doch die Herausforderung konnte durch die Kombination von drei verschiedenen Antrieben und das geschickte Abstimmen von vier aufeinanderfolgenden Vorgängen in der richtigen Reihenfolge erfolgreich gemeistert werden.

1. Arbeitsschritt

Optimierung der Klappmechanik für Kappsäge
  • Die Rückwand und die Platte für die Kappsäge sind mit drei Scharnieren miteinander verbunden, um eine Klappfunktion zu ermöglichen.
  • Anfängliche Versuche, die Platte mit einem Gasdruckdämpfer in geöffneter Position zu halten, waren nicht erfolgreich: Ein erster Gasdruckdämpfer erwies sich als zu schwach, um die leere Platte oben zu halten. Auch ein zweiter Versuch mit einem 200 Nm Gasdruckdämpfer war noch unzureichend.
  • Erst der dritte Versuch mit einem 450 Nm Gasdruckdämpfer führte zum Erfolg. Mit dieser Stärke kann die Kappsäge nun mit geringem Kraftaufwand hochgeklappt und oben gehalten werden.
  • Es zeigte sich, dass die Halterung des Gasdruckdämpfers noch etwas nach hinten versetzt werden musste. Dies war notwendig, da in den ersten Zentimetern des Öffnungswegs kein ausreichender Druck auf die Platte ausgeübt werden konnte.

2. Arbeitsschritt

Antrieb der Kappsäge: Von außen nach innen, mit beweglicher Aufhängung
  • Der Antrieb für die Kappsäge besteht aus einem Motor, der über eine Kette die Gewindestange hochfahren kann. Ursprünglich war der Motor außen montiert, wurde aber später nach innen verlegt.
  • Da der gesamte Antrieb beweglich sein muss, wurde er mit zwei Scharnieren an der Rückseite des Kastens befestigt. Dies ermöglicht die notwendige Flexibilität für die Hebe- und Senkbewegung der Kappsäge.

3. Arbeitsschritt

Deckelführung und Höhenanpassung
  • An der Rückseite des Kastens ist eine Führung für den Deckel angebracht, die dessen reibungsloses Auf- und Abfahren ermöglicht.
  • Um die gleiche Arbeitshöhe wie die Standbohrmaschine zu erreichen, wurde ein Sockel unter dem Kasten montiert.
  • Zusätzlich dienen zwei Platten mit Rollen als Lift für den oberen Deckel, was das Anheben und Absenken erleichtert.

4. Arbeitsschritt

Antrieb und Führung des Deckels
  • Der Deckel wird ebenfalls über einen Kettenantrieb und eine Gewindestange bewegt. Die Gewindestange wird unten mit Winkeln an der Platte befestigt, was ihr eine gewisse Beweglichkeit verleiht. Oben wird die Gewindestange mit einer Langmutter auf dem Lift fixiert.
  • Auf den Platten mit den Rollen sind zwei weitere Platten mit einer Winkel-Alu-Leiste angebracht. Auch an den Seitenteilen werden Winkel-Alu-Leisten befestigt; diese dienen als Führung für den Lift. Eine Halterung für die Gewindestangen befindet sich an der Oberseite, um diese stabil zu führen.

5. Arbeitsschritt

Endschalter und Schutzmechanismen für die Kappsäge
  • Für die präzise Steuerung der Kappsäge werden sowohl ein oberer als auch ein unterer Endschalter montiert. Der obere Endschalter erhält zusätzlich eine Schutzplatte mit einer Ausfräsung, die darübergeschraubt wird, um ihn vor Beschädigungen zu bewahren.
  • An der Rückseite ist eine spezielle Halterung mit einem weiteren Schalter angebracht. Dieser Schalter wird von einer Rolle am Lift betätigt. Diese Einrichtung ist entscheidend, um zu verhindern, dass die Gewindestange des Deckellifts mit der Gewindestange der Kappsäge kollidiert, wenn diese heruntergefahren wird.

6. Arbeitsschritt

Frontverkleidung und Mechanismus für die Kappsäge
  • An der Vorderseite des Kastens werden mehrere Platten befestigt, an denen später die Türen montiert werden.
  • Auf dem Sockel sind zusätzlich zwei weitere Platten angebracht. Zwischen diesen kann eine mittlere Platte vor- und zurückfahren. Diese bewegliche Platte ist entscheidend für das Öffnen und Schließen der Türen und ermöglicht es somit, dass die Kappsäge nach oben fahren kann.

7. Arbeitsschritt

Antrieb und Sicherheitsmechanismus der Kappsägenabdeckung
  • Der Antrieb für die Türen der Kappsägenabdeckung basiert auf einem Riemenantrieb in Kombination mit einer Gewindestange. Diese Gewindestange schiebt über einen Winkel eine Platte vor, die wiederum über ein Gestänge die beiden Türen öffnet und schließt.
  • Ein Magnetschalter sorgt für die Sicherheit: Er erlaubt das Schließen der Türen nur dann, wenn die Kappsäge vollständig in ihrer unteren Position ist. Der dafür nötige Magnet ist im Griff der Kappsäge integriert.
  • Zusätzlich wurde ein kleines Holzstück mit einem weiteren Magneten unten am Schwenkarm der Kappsäge angebracht. Der dazugehörige Magnetschalter ist an der Platte montiert und verhindert das Herunterfahren der Kappsäge, falls der Schwenkarm nicht in der korrekten Parkposition ist.

8. Arbeitsschritt

Deckelmontage und Späneschutz
  • Der Deckel wird auf dem Lift montiert. Eine zusätzliche Platte an der Vorderseite des Deckels schließt dabei die Lücke zwischen dem Deckel und den Türen.
  • An der Rückseite dient ein Lückenfüller als Abdeckung. Dieser verhindert, dass Späne auf die darunterliegenden Antriebe gelangen, wenn der Deckel geöffnet ist. An der Vorderseite muss dieser Lückenfüller durch ein Aluprofil nach außen gedrückt werden.

9. Arbeitsschritt

Verdrahtung und Steuerungskomponenten
  • Die gesamte Verdrahtung wird sauber zu den Klemmen geführt und dort zusammengebunden. Die benötigten Relais werden auf eine Platine gelötet und anschließend montiert.
  • Zusätzlich werden ein Trafo, ein Gleichrichter und die entsprechenden Sicherungshalter angebracht. Die Relais werden dann vom Steuertableau aus angesteuert.

10. Arbeitsschritt

Anpassung und Installation der Absaugung für die Kappsäge
  • Für die Absaugvorrichtung wird zunächst bei einem HT40/90 der Dichtungsring entfernt. Das Muffenstück wird anschließend mit einem Heißluftföhn erhitzt, um es passgenau auf die Absaugvorrichtung schieben zu können.
  • Ein 40mm Absaugschlauch ist ideal für das HT-Rohr. Dieser Schlauch wird seitlich von hinten in die Konstruktion eingeführt und dann oben durch die Platte bis zur Kappsäge geführt, um eine effektive Spanabsaugung zu gewährleisten.

Die folgenden Dinge wurden verwendet

Benötigtes Material:

7St. Endschalter
8St. Finder-Relay 230V/8A mit 2-Wechselkontakte
1m Kette
1St. Kettenrad 10 Zähne
1St. Kettenrad 25 Zähne
2St. Kettenschloss
4St. Kugellager 5x16x5mm
1,5m Spiralschlauch 6mm
3St. Motor 12V / Watt und U/min unbekannt? 2St. Magnetschalter
3St. M6 Gewindestangen
2St. Riemenscheiben
1St. Gasdruckdämpfer 450Nm
1St. Trafo 12V 1St. Gleichrichter 1St. Sicherungshalter


Video's

In diesem Video wird das Aus- und Einfahren der Kappsäge demonstriert.