Rückschlag im neuen Badezimmer

Wasserschaden & Reparatur

Büro-Terminal V1 Gehäuse für die zentrale Smart-Home-Steuerung

Eigentlich sollte das neue Badezimmer ein Ort der Entspannung sein, doch leider kam es zu einem unerwarteten Wasserschaden. Wo gerade noch alles neu glänzte, hieß es plötzlich: Ursachenforschung und Schadensbegrenzung.

1. Arbeitsschritt

Der Albtraum im Badezimmer: Wenn die Dusche zum Springbrunnen wird
  • Es begann mit einem merkwürdigen Geräusch im WC-Bereich, wenn man den (nicht verklebten) Bodenbelag betrat. Zuerst denkt man sich nichts dabei – ein folgenschwerer Irrtum, wie sich am nächsten Morgen herausstellte: Das Wasser stand bereits im Vorzimmer. Nach der ersten (verständlichen) Schimpftirade ging es sofort an die Fehlersuche.
  • Da das Geräusch aus dem WC-Bereich kam, entfernte ich den glücklicherweise nicht fixierten schwarzen Kasten. Dahinter wurde das Ausmaß sichtbar: Wasser tropfte von oben herab. Nach dem Entfernen der Glaswolle war klar, dass die Ursache nur im Bereich der angrenzenden Dusche liegen konnte.
  • Da die Wände aus Rigips bestehen, konnte ich die Armaturen großflächig ausschneiden. Der Moment der Wahrheit kam beim Aufdrehen der Leitung: Ich wurde im Badezimmer regelrecht geduscht, da das Wasser mit vollem Druck aus der Wand spritzte. Die Ursache war ein gerissenes Messing-Knie in der Zuleitung. Ein Rückschlag, der viel Arbeit nach sich zieht, aber die Fehlerquelle ist zum Glück gefunden!

2. Arbeitsschritt

Stabile Montage und die smarte Revisionsöffnung
  • Nachdem die Ursache gefunden war, ging es an den Wiederaufbau. Für das Verschließen der Wandöffnung hatte ich ursprünglich Variante 1 im Kopf: Ein exaktes Rechteck ausfräsen und dieses mit Magneten bündig verschließen. Das hat in der Praxis leider nicht so funktioniert, wie ich es mir erhofft hatte.
  • Daher bin ich auf Variante 2 umgestiegen: Die Öffnung erhält nun einen Rahmen aus schwarzen Aluleisten, in den ein passender Deckel eingesetzt wird. Das sieht nicht nur sauber aus, sondern bleibt als Revisionsöffnung für die Zukunft zugänglich.
  • Für die Montage der Armatur war Standfestigkeit gefragt. Da ich beim Bohren zweimal in einen Hohlraum geraten bin, kamen Hohlwandspreizdübel und normale Dübel in Kombination mit vier Gewindestangen zum Einsatz. Überraschenderweise hielt die Gewindestange im Dübel ausgesprochen gut. Nachdem die Grundplatte perfekt ausgerichtet war, konnte die Armatur wieder fest montiert werden.
  • Bevor ich die Wand final schließe, bleibt der Ausschnitt nun einige Zeit offen, um alles restlos austrocknen zu lassen. Für die tägliche Dusche hilft vorerst eine einfache Kunststofffolie als Spritzschutz. Sicher ist sicher!

3. Arbeitsschritt

Die Revisionsöffnung entsteht
  • Der Rahmen: Als Basis wurde eine 5x14mm Aluleiste als stabiler Aufnahmerahmen direkt an die Wand geklebt.
  • Der innere Deckel: Zwei Vinylplatten werden flächig miteinander verklebt und mit der passenden Aussparung für die Duscharmatur versehen. Um später Platz für einen Dichtstreifen zu haben, wurde diese Konstruktion exakt 7mm kleiner als die eigentliche Wandöffnung zugeschnitten.
  • Die Magnethalterung: Gehalten wird dieser Deckel über eine Kombination aus drei Sockeln und vier starken Magneten.
  • Das perfekte Finish: Sobald dieser erste Teil des Deckels fixiert ist, folgt die optische Anpassung. Eine weitere Vinylplatte wird auf ein Mindestmaß von nur noch 1-2mm Untermaß zugeschnitten. Dadurch wird der finale Spalt an der Wand so klein und unauffällig wie absolut möglich.

Die folgenden Dinge wurden verwendet

Verwendetes Werkzeug:

3D-Drucker
Handsägegriff
Akku-Handkreissäge
Akku-Bohrschrauber

Benötigtes Material:

Alu Leisen 5x14mm schwarz