Klemmbaustein Modell im Stil des

Ferrari Purosangue (1:10)

Wenn Ferrari ein neues Modell vorstellt, hält die Automobilwelt den Atem an. Doch als die Traditionsmanufaktur aus Maranello ankündigte, ein viertüriges, viersitziges Fahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit zu bauen, ging ein Beben durch die Fangemeinde. Die Angst vor einem weichgespülten Familien-SUV war groß. Die Antwort von Ferrari? Ein kompromissloser Paukenschlag namens Purosangue – italienisch für „Vollblut

Der Purosangue bricht mit allen Konventionen, ohne die heilige DNA der Marke zu verraten. Ferrari weigert sich standhaft, dieses Auto als SUV zu bezeichnen, und wer genauer hinsieht, versteht schnell, warum: Unter der endlos langen, elegant geschwungenen Motorhaube schlägt kein turbogeladener Vernunftmotor, sondern ein frei saugender V12-Saugmotor mit brachialem Sound und stolzen 725 PS.

Optisch zieht das Fahrzeug jeden Betrachter sofort in seinen Bann. Die fließende Silhouette, die aerodynamischen Finessen und die spektakulären, gegenläufig öffnenden Fondtüren („Coach Doors“) machen deutlich, dass hier ein echtes Kunstwerk auf Rädern steht. Im Innenraum erwartet die Passagiere eine völlig neue Dimension des Reisens: Zum ersten Mal in der Geschichte von Ferrari finden vier Erwachsene in luxuriösen Einzelsitzen Platz, ohne auf das typische, rennsportorientierte Cockpit-Gefühl verzichten zu müssen.

Der Ferrari Purosangue ist kein Auto für den Massenmarkt und kein Nutzfahrzeug für den Alltag. Er ist eine rollende Skulptur, ein technisches Meisterwerk und die perfekte Symbiose aus dem Luxus eines Gran Turismo und der rohen Gewalt eines Supersportwagens. Ein echter Ferrari eben – durch und durch Vollblut.

Ankunft des Purosangue-Modells

Die Lieferzeit betrug diesmal neun Werktage, was für ein solches Set aber absolut noch in einer akzeptablen Zeit liegt.

Die Bauanleitung macht auf jeden Fall schon einen super Eindruck, da die bereits fertigen Modellabschnitte verblasst dargestellt werden – das sorgt für eine sehr gute Übersicht beim Stecken.

Ein kleiner Wermutstropfen: Es gibt leider wieder Aufkleber anstelle von bedruckten Teilen. Ich bin gespannt, wie sich der italienische SUV insgesamt zusammenbauen lässt! 

Bauabschnitt 1

Im ersten Bauabschnitt ist bisher noch überhaupt nicht zu erkennen, was genau es eigentlich werden soll. Meine aktuelle Vermutung geht in Richtung eines Teils für das höhenverstellbare Fahrwerk. Ob es sich dabei allerdings um die Vorder- oder die Hinterachse handelt, lässt sich momentan noch absolut nicht sagen. Es bleibt also spannend!

Bauabschnitt 2

Im zweiten Bauabschnitt bringt das Set etwas Licht ins Dunkel: Es wird anscheinend die vordere Achse, an der direkt noch einige Kleinteile montiert werden.

Direkt danach geht es auch schon mit der hinteren Achse weiter. Hier werden das Differenzial und die Radaufhängung zusammengebaut. Langsam nimmt die Basis des Purosangue also Gestalt an!

Bauabschnitt 3

Weiter geht es mit der hinteren Achse. Hier werden jetzt sehr viele Kleinteile zusammengesteckt und montiert, um das höhenverstellbare Fahrwerk endlich fertigzustellen. Sobald dieser Schritt geschafft ist, kommt ein cooler Moment: Das Vorder- und das Hinterteil werden fest miteinander verbunden. Das Chassis steht also!

Bauabschnitt 4

In diesem Abschnitt geht es im Innenraum weiter: Der Fahrersitz und die Rückbank werden eingebaut. Damit bekommt der Purosangue nun auch im Cockpit und im Fond seine ersten richtigen Konturen.

Bauabschnitt 5

Jetzt wird der Beifahrersessel montiert und damit sieht der Innenraum auch schon komplett fertig aus. Für mich ist das übrigens das allererste Viersitzer-Modell, das ich baue!

Danach wechselt der Fokus ans Heck: Die Stoßstange wird zusammen mit der mächtigen Auspuffanlage montiert, was dem Ganzen direkt einen richtig sportlichen Look verpasst.

Bauabschnitt 6

Im nächsten Bauabschnitt verlagert sich die Arbeit weiter nach oben und an das Heck des Fahrzeugs. Hier wird nun ein Teil des großen Panoramadachs zusammengesetzt, das dem Modell später seinen edlen Look verleiht. Direkt im Anschluss folgt der Bau des Kofferraumdeckels. Die Montage dieser beiden Elemente erfordert wieder etwas Fingerspitzengefühl, sorgt aber dafür, dass sich die markante Silhouette des Purosangue langsam nach oben und hinten hin schließt.

Es ist toll zu sehen, wie das Modell mit diesen großen Karosserieteilen jetzt immer mehr an Form gewinnt und die Ausmaße des Fahrzeugs richtig sichtbar werden.

Bauabschnitt 7

In diesem Bauabschnitt geht es mit großen Schritten an der Karosserie weiter. Zunächst wird die obere Partie des Fahrzeugs finalisiert, indem das Dach komplett fertiggestellt und die markante Form der Windschutzscheibe herausgearbeitet wird.

Danach verlagert sich die Arbeit an die Seiten und das Heck: Die beiden hinteren Kotflügel werden zusammengesetzt und fest am Chassis montiert, was dem Purosangue direkt ein deutlich bulligeres Auftreten verleiht. Als Highlight dieses Abschnitts wird zudem die allererste Tür angebracht.

Langsam verwandelt sich das filigrane Grundgerüst in ein richtiges, geschlossenes Fahrzeugmodell, und man bekommt ein immer besseres Gefühl für das spätere Gesamtdesign.

Bauabschnitt 8

In diesem Bauabschnitt dreht sich alles um die restlichen Türen und die feinen Details der Spiegel. Zunächst wird die Fahrertür zusammengesetzt und an ihrem Platz montiert. Direkt im Anschluss geht es auf die andere Seite des Fahrzeugs, wo beide Türen für die Beifahrerseite gebaut und angebracht werden.

Ein absolutes Highlight in diesem Abschnitt sind jedoch die Seitenspiegel – diese sind dem Konstrukteur wirklich hervorragend gelungen und fügen sich optisch perfekt in das Design des Purosangue ein. Mit allen vier montierten Türen wirkt die Karosserie nun fast komplett.

Bauabschnitt 9

Dieser Bauabschnitt konzentriert sich voll und ganz auf den vorderen Bereich des Fahrzeugs und bringt einige technische Highlights mit sich. Zuerst werden die beiden vorderen Radaufhängungen samt der dazugehörigen Lenkung montiert.

Danach geht es an das Herzstück des Purosangue: den mächtigen V12-Motor. Hier wartet eine echte Überraschung, denn die Bauweise, die hier für das Triebwerk gewählt wurde, habe ich so bei keinem Klemmbaustein-Modell bisher noch überhaupt nicht gesehen. Es ist eine extrem unübliche, aber gleichzeitig unheimlich interessante und clevere Lösung, die beim Bauen richtig Spaß macht.

Zum Abschluss dieses Abschnitts wird dann auch noch der Grundstein für die vordere Stoßstange gelegt. Die Front nimmt damit nun endgültig Form an!

Bauabschnitt 10

In diesem Abschnitt wird die Front des Purosangue endlich komplettiert. Zunächst wird die bullige Stoßstange mit ihren charakteristischen, großen Lufteinlässen fertiggestellt. Das gibt dem Modell direkt den typisch aggressiven und sportlichen Look des Originals.

Danach folgt ein richtig großer Schritt für die Optik: Die wuchtige Motorhaube wird zusammen mit den vorderen Kotflügeln zusammengesetzt und als eine große Einheit montiert. Spätestens jetzt ist die markante Linienführung des Purosangue perfekt zu erkennen. Das Zusammenspiel aus den Kotflügeln und der Haube schließt die Lücke zur Windschutzscheibe und lässt die gesamte Front wie aus einem Guss wirken!

Während das Interieur sehr gelungen ist, zeigt sich der Kofferraum unvollständig verkleidet. Hier stört die freie Sicht auf das Differenzial den ansonsten hochwertigen Gesamteindruck.

Mogelpackung bei Maßstab und Funktionen

Eigentlich wurde mir das Fahrzeug laut Verkäufer und Bauanleitung als echtes 1:8-Modell verkauft. Nach dem fertigen Zusammenbau misst es jedoch nur 51 cm, was eindeutig dem kleineren Maßstab 1:10 entspricht.

Doch damit nicht genug: Auch technisch enttäuscht das Modell komplett. Während das Original über Allradantrieb und eine Vierradlenkung verfügt, bietet dieses Modell lediglich einen simplen Hinterradantrieb und eine normale Vorderradlenkung. Eine doppelte Enttäuschung auf ganzer Linie.

Mein Testurteil zum Modell

Die Bauweise dieses Sets ist insgesamt etwas eigenartig. Man steckt enorm viele Kleinteile zusammen, was am Ende zu einer sehr filigranen Konstruktion führt. Ein wirklich kritischer Punkt sind dabei die hinteren Radaufhängungen und das eigentlich coole, höhenverstellbare Fahrwerk. Für die Höhenverstellung wird im unteren Bereich eine Mechanik eingebaut, die über zwei Gelenke bis hinauf zum Dach führt und dort über ein Zahnrad verstellt werden soll.

In der Praxis funktioniert das leider überhaupt nicht: Die Pins der Aufhängung sitzen viel zu streng und schwergängig. Wenn man nun am Zahnrad dreht, ist der Widerstand so groß, dass sich die Verbindungswelle durch die zwei Gelenke eher in alle Richtungen verbiegt, anstatt die Höhe des Fahrzeugs zu verstellen. Die Aufhängung verharrt beim Ein- und Ausfedern einfach starr in ihrer Position.

Ein weiterer Schwachpunkt zeigt sich bei der Lenkung, deren Konstruktion ebenfalls nicht gut gelöst ist. Zwar lässt sich das Lenkrad im Cockpit drehen, aber der Mechanismus greift so schlecht, dass sich die Räder oftmals überhaupt nicht mitbewegen. Das dämpft den mechanischen Spielspaß und die Funktionalität des Modells leider erheblich. Optisch macht das Modell zwar einiges her, aber technisch bleibt hier durch diese Konstruktionsfehler einiges auf der Strecke.


Grunddaten

Modellauto

Teileanzahl 3456 Stk.
Modell ID #01 | T5041
Gekauft AliExpress
Lieferzeit 9 Werktage
Fehl- / Defektteile 0 / 0 Stk.
Gewicht 2,29 kg
Abmessungen 51 x 24 x 15 cm
Setpreis 128,65 €
Maßstab 1:10 Baustein-Modell

Technische Daten

Ferrari Purosangue

Motor 6,5-Liter-V12 Saugmotor
Leistung 725 PS (405 kW)
0 - 100 km/h 3,3 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 310 km/h
Max. Drehmoment 716 Nm
Gewicht
2.033 kg
Abmessungen
497 x 202 x 160 cm
Neupreis (2018)
380.000 €
Real Auto